| Aktuell |
Kirchenmusik |
Gottesdienstanzeiger
und
ProvinzZeitung |
|
Am 25.05 berichtete die Augsburger-Allgemeine über die 10:00 Uhr Messe am Pfingstsonntag in der Dominikanerkirche Heilig-Kreuz Ein seltenes Hörvergnügen Der Musica Suevica Chor und die Augsburger Instrumentalisten unter Leitung von Franz Wallisch brachten zum Pfingstgottesdienst in Kath. Heilig Kreuz das Werk eines nahezu vergessenen schwäbischen Komponisten zur Wiederaufführung: die „Missa solemnis in B für Soli, Chor und Orchester“ von Franz Bühler (1760-1823). Daneben erklangen zum Einzug die Motette „Cantate Domino“ von Giuseppe Ottavio Pitoni (1657-1743), als Zwischengesang die Pfingstsequenz „Veni sancte Spiritus“ von Johann Anton Laucher (1737-1813) - zwei ebenfalls heutzutage wenig bekannte Tonsetzer - und zur Opferung die „Kirchensonate in B für Streicher und Orgel“ von Mozart. Die Messe des Benediktiners und ehemaligen Augsburger Domkapellmeisters Bühler im spätklassischen Stil war ein seltenes Hörvergnügen: Ein ausgewogenes Verhältnis zwischen vokalen und instrumentalen Passagen, elegant geführte Melodiebögen sowie eindrucksvolle musikalische Umsetzungen des Messtextes machten deutlich, dass nicht nur die „großen“ Komponisten imstande waren, anspruchsvoll-würdige Kirchenmusik zu gestalten. Abwechselnd feierlich und demütig bittend Schon das Kyrie beeindruckte - harmonisch bereits einige romantische Wendungen vorwegnehmend - mit seinem abwechselnd feierlichen und demütig-bittenden Charakter. Besonders in den textreichen Teilen von Gloria und Credo schöpfte Bühler aus dem reichen Fundus tonmalerischer Mittel, ließ Orchester und Chor voller Dynamik die Größe des Schöpfers preisen oder auch in gering besetzten Soli-Abschnitten zentrale Glaubensinhalte wie die Menschwerdung Gottes zum Ausdruck kommen. In hervorragender Atmosphäre erklang ein imposantes, zutiefst würdevoll und überzeugend vorgetragenes Kirchenwerk mit Seltenheitswert. (weck) |
||