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Die Geschichte des
Wunderbarlichen Gutes läßt sich von der
heutigen Zeit bis zu ihrem Ursprung hinauf mühelos und ohne
Unterbrechung zurückverfolgen. Aus den zahlreichen Dokumenten und Veröffentlichungen über das Wunderbarliche Gut bei Heilig Kreuz in Augsburg können wir kurz zusammenfassen: Eine Augsburger Frau hatte im Jahre 1194 gleich nach dem Empfang des Allerheiligsten Sakramentes die Hl. Hostie heimlich aus dem Mund genommen und in Wachs eingeschlossen. Fünf Jahre lang bewahrte sie diese Hostie zu Hause in einem Wandschränkchen auf und betete vor diesem stillen Heiligtum. Gequält von Gewissensbitten berichtete sie am 11. Mai 1199 dem damaligen Stiftsprobst von Heilig Kreuz Berthold ihre Tat. Freiwillig übergab sie ihm die in Wachs eingeschlossene Hostie. Propst Berthold öffnete das Wachs ein wenig am Rand und fand die Hl. Hostie auf wunderbare Weise verändert. Sie zeigte sich „in dünner, wunderbarer Weise verändert, fleischförmig und mit einem roten Faden ähnlicher Gestalt". Probst Berthold löste das Wachs von beiden Seiten ab und fand den Leib des Herrn „gleichsam in zwei Teile gespalten, aber mit einigen Äderchen wie mit Banden zusammenhängend". „Zum Gedächtnis einer so außerordentlichen und denkwürdigen Tatsache“ wurden in Heilig Kreuz ein besonderes Fest des Wunderbarlichen Gutes mit eigenem Meßformular, Chorgesang und die Chorherren von Heilig Kreuz verpflichtenden eucharistischen Tagzeiten – jeweils für den 11. Mai jeden Jahres angeordnet. Über die vergangen Jahrhunderte erfreute sich das Wunderbarliche Gut großer Verehrung und überstand alle kriegerischen Zerstörungen. Die jetzt von den Dominikanern betreute Wallfahrt besteht bis auf den heutigen Tag. Weitere Bilder und Berichte über das Wunderbarliche Gut finden Sie hier. |